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Poolzeit & App verstehen

Das Prinzip, die wichtigsten Funktionen und ein kleines Glossar – in einfacher Sprache.

Worum geht es bei der Poolzeit?

Poolzeit ist Unterrichtszeit, die nicht im Klassenverband stattfindet. Statt dass alle zur gleichen Zeit dasselbe machen, entscheidet jede Schülerin und jeder Schüler mit: Woran arbeite ich heute? Wo brauche ich Hilfe? Wo komme ich allein weiter?

Dafür gibt es in jeder Poolzeit mehrere Räume: Fachräume mit einer Lehrkraft für ein bestimmtes Fach, Stillarbeitsräume für ruhiges Arbeiten und Input-Phasen, in denen etwas Neues erklärt wird.

Man bucht sich in einen Raum ein und ist dann dort angemeldet – wie bei einem Termin. Die Lehrkraft im Raum sieht, wer kommen wollte, und hält die Anwesenheit fest.

Warum machen wir das so?

In Jahrgang 9 und 10 wird der Abstand größer: Manche brauchen in Mathe noch viel Übung, andere sind dort längst weiter und hätten lieber Zeit für Englisch. Ein gemeinsamer Takt für alle passt dann nicht mehr gut.

Poolzeit gibt genau diese Zeit zurück – und übt gleichzeitig etwas, das nach der Schule wichtig wird: sich selbst organisieren, Entscheidungen treffen und sie auch tragen.

Damit das gelingt, ist niemand allein: Jede Schülerin und jeder Schüler hat einen Lerncoach, der regelmäßig mitschaut und im Gespräch bleibt.

Wofür ist diese App da?

Die App „9/10" ist das Organisationswerkzeug für diese Struktur. Ohne sie bräuchte man für jede Woche Zettel, Listen und Aushänge – und niemand hätte den Überblick.

In der App steht, welche Räume in welcher Poolzeit offen sind, wer sich wo eingebucht hat, wer gefehlt hat, wann Klausuren geschrieben werden und woran gerade gearbeitet wird.

Was Schülerinnen und Schüler in der App tun

Poolzeiten buchen: den Wochenplan öffnen, einen Raum auswählen, einbuchen. Buchen ist bis zu sieben Tage im Voraus möglich.

Sich abmelden, wenn man krank ist oder aus einem anderen Grund nicht da sein kann.

Den eigenen Stand ansehen: Lernpfade und Lernpakete, Aktivpunkte, Rückmeldungen aus dem Coaching, anstehende Klausurtermine, Übungsaufgaben aus dem Unterricht.

Nachrichten an den Lerncoach lesen und beantworten sowie Belehrungen bestätigen.

Kurse wählen, wenn eine Kurswahl geöffnet ist (Sport, MuKuBi).

Was Lehrkräfte in der App tun

Räume anbieten und die Anwesenheit in der eigenen Poolzeit kontrollieren.

Als Lerncoach die eigenen Schüler begleiten: Gespräche vorbereiten und protokollieren, Lernpakete freigeben, Rückmeldungen geben, Eltern informieren.

Im eigenen Unterricht Mitarbeit festhalten, Übungsaufgaben stellen und Klausurtermine anlegen.

Was Eltern sehen

Eltern können sich mit einem Zugangscode vom Lerncoach einen eigenen Zugang einrichten. Sie sehen dort organisatorische Informationen: anstehende Klausurtermine, Anwesenheit und Abmeldungen der letzten Wochen sowie den zuständigen Lerncoach.

Pädagogische Einschätzungen, Gesprächsnotizen und Diagnoseergebnisse sind dort bewusst nicht enthalten. Diese Themen gehören ins persönliche Gespräch.

Glossar – was heißt das eigentlich?
Poolzeit
Eine Unterrichtsstunde, in der man selbst wählt, in welchem Raum und an welchem Fach man arbeitet. Man bucht sich vorher ein.
Poolzeitraum (Angebot)
Ein einzelner Raum in einer Poolzeit, betreut von einer Lehrkraft – meist für ein bestimmtes Fach, manchmal als Stillarbeitsraum.
Stillarbeitsraum
Ein Raum zum ruhigen, selbstständigen Arbeiten. Hier wird nicht erklärt, hier wird gearbeitet.
Input-Phase
Ein Angebot in der Poolzeit, in dem etwas Neues erklärt oder geübt wird – zum Beispiel „Präsentieren" oder ein Thema mit einem Gast von außen.
Lerncoach
Die Lehrkraft, die eine Schülerin oder einen Schüler über das Schuljahr begleitet: Gespräche führen, Ziele vereinbaren, den Überblick behalten.
LEG (Lernentwicklungsgespräch)
Ein festes Gespräch mit dem Lerncoach über den eigenen Lernstand. Ergebnis sind ein Ist-Stand und eine Zielvereinbarung – keine Note.
Lernpfad / Lernpaket
Ein Weg durch ein Thema, aufgeteilt in Pakete. Man arbeitet ein Paket ab, schätzt sich selbst ein und geht dann weiter.
Selbstlernstufe
Die Stufe, die zeigt, wie selbstständig jemand arbeiten darf. Wer mehr Selbstständigkeit zeigt, bekommt mehr Freiheit bei der Raumwahl.
Aktivpunkte
Punkte für Einsatz über den Unterricht hinaus – zum Beispiel Mithilfe bei einer Schulveranstaltung.
Klausurtermin
Eine schriftliche Arbeit. Manche werden mit der Lerngruppe geschrieben, andere kann man sich in der Poolzeit selbst aussuchen und dort anmelden.
Ersatzleistung
Eine andere Form der Überprüfung statt einer schriftlichen Arbeit, zum Beispiel eine mündliche Prüfung. Sie zählt gleichwertig.
WPK
Wahlpflichtkurs – ein Kurs, den man für längere Zeit wählt, etwa eine zweite Fremdsprache oder eine Schülerfirma.
MuKuBi
Musisch-kulturelle Bildung: Kurse aus dem künstlerischen Bereich, die halbjährlich gewählt werden.
Belehrung
Eine wichtige Regel oder Sicherheitsinformation, die man lesen und in der App bestätigen muss.
Poolzeit-Kontrolle
Die Anwesenheitskontrolle, die die Lehrkraft in ihrem Raum zu Beginn der Poolzeit durchführt.