Das Prinzip, die wichtigsten Funktionen und ein kleines Glossar – in einfacher Sprache.
Poolzeit ist Unterrichtszeit, die nicht im Klassenverband stattfindet. Statt dass alle zur gleichen Zeit dasselbe machen, entscheidet jede Schülerin und jeder Schüler mit: Woran arbeite ich heute? Wo brauche ich Hilfe? Wo komme ich allein weiter?
Dafür gibt es in jeder Poolzeit mehrere Räume: Fachräume mit einer Lehrkraft für ein bestimmtes Fach, Stillarbeitsräume für ruhiges Arbeiten und Input-Phasen, in denen etwas Neues erklärt wird.
Man bucht sich in einen Raum ein und ist dann dort angemeldet – wie bei einem Termin. Die Lehrkraft im Raum sieht, wer kommen wollte, und hält die Anwesenheit fest.
In Jahrgang 9 und 10 wird der Abstand größer: Manche brauchen in Mathe noch viel Übung, andere sind dort längst weiter und hätten lieber Zeit für Englisch. Ein gemeinsamer Takt für alle passt dann nicht mehr gut.
Poolzeit gibt genau diese Zeit zurück – und übt gleichzeitig etwas, das nach der Schule wichtig wird: sich selbst organisieren, Entscheidungen treffen und sie auch tragen.
Damit das gelingt, ist niemand allein: Jede Schülerin und jeder Schüler hat einen Lerncoach, der regelmäßig mitschaut und im Gespräch bleibt.
Die App „9/10" ist das Organisationswerkzeug für diese Struktur. Ohne sie bräuchte man für jede Woche Zettel, Listen und Aushänge – und niemand hätte den Überblick.
In der App steht, welche Räume in welcher Poolzeit offen sind, wer sich wo eingebucht hat, wer gefehlt hat, wann Klausuren geschrieben werden und woran gerade gearbeitet wird.
Poolzeiten buchen: den Wochenplan öffnen, einen Raum auswählen, einbuchen. Buchen ist bis zu sieben Tage im Voraus möglich.
Sich abmelden, wenn man krank ist oder aus einem anderen Grund nicht da sein kann.
Den eigenen Stand ansehen: Lernpfade und Lernpakete, Aktivpunkte, Rückmeldungen aus dem Coaching, anstehende Klausurtermine, Übungsaufgaben aus dem Unterricht.
Nachrichten an den Lerncoach lesen und beantworten sowie Belehrungen bestätigen.
Kurse wählen, wenn eine Kurswahl geöffnet ist (Sport, MuKuBi).
Räume anbieten und die Anwesenheit in der eigenen Poolzeit kontrollieren.
Als Lerncoach die eigenen Schüler begleiten: Gespräche vorbereiten und protokollieren, Lernpakete freigeben, Rückmeldungen geben, Eltern informieren.
Im eigenen Unterricht Mitarbeit festhalten, Übungsaufgaben stellen und Klausurtermine anlegen.
Eltern können sich mit einem Zugangscode vom Lerncoach einen eigenen Zugang einrichten. Sie sehen dort organisatorische Informationen: anstehende Klausurtermine, Anwesenheit und Abmeldungen der letzten Wochen sowie den zuständigen Lerncoach.
Pädagogische Einschätzungen, Gesprächsnotizen und Diagnoseergebnisse sind dort bewusst nicht enthalten. Diese Themen gehören ins persönliche Gespräch.